“Wenn wir verlieren, wird es wieder richtig eng”

Mal schauen, ob die Hünsborner am Sonntag die Arme zum Jubeln nach oben recken dürfen oder ob die Erndtebrücker Reserve den zweiten Sieg in diesem Jahr einfährt.
Hünsborn will Werdohl-Pleite gegen Erndtebrück II vergessen machen – Wittgensteiner sehen Druck auf Seiten der Gastgeber

SV Rot-Weiß Hünsborn – TuS Erndtebrück II (So 15:00)
„Nach unserer ganz schwachen Leistung in Werdohl sind wir jetzt ganz klar in der Bringschuld. Wir müssen unsere Leistung deutlich steigern.“ Andreas Waffenschmidt, Trainer von Rot-Weiß Hünsborn (10. Platz/23 Punkte) redet vor dem Duell mit der Reserve des TuS Erndtebrück (7./26) nicht um den heißen Brei herum.

Beim FSV Werdohl erwischten seine Mannen einen rabenschwarzen Tag, gingen bei der 0:4-Pleite im “Riesei” sang- und klanglos unter. Vor der Partie gegen die Wittgensteiner wirft der Hünsborner Mann an der Seitenlinie außerdem einen sorgenvollen Blick auf die Tabelle. „Ich habe das schon vor Monaten gesagt, auch wenn es niemand hören wollte. Der Weg zum Klassenerhalt wird für uns ein schwerer und weiter. Und wenn wir gegen Erndtebrück verlieren sollten, wird es wieder richtig eng.“ In der Tat weist RWH derzeit lediglich vier Punkte Vorsprung auf die SpVg Hagen auf dem ersten Abstiegsplatz aus, spürt zudem den „heißen Atem“ des FSV Gerlingen und des FC Altenhof.

Auch deswegen kommt dem Match gegen die Erndtebrücker Elf um Spielertrainer Michael Müller eine enorme Bedeutung zu. „Die Vorbereitung auf das Spiel war wegen Schnee und Verletzungen aber sehr schlecht. Wir können es nur engagiert angehen und über die Einstellung ins Spiel kommen – ich bin selbst gespannt, wie das am Sonntag aussieht“, meint Waffenschmidt. Die personelle Situation am Hünsborner Löffelberg scheint sich indes ein wenig zu entspannen. „Christian Kadimsky, Thomas Alfes und Marius Strunk sind wieder im Training. Für sie kommt die Partie gegen den TuS aber noch zu früh“, berichtet Waffenschmidt.


“Hünsborn hat eine ziemlich erfahrene Mannschaft, die gerade in der Offensive sehr gut besetzt ist“, findet Erndtebrücks Reserve-Trainer Michael Müller. „Meiner Meinung nach haben sie eher das Potenzial wie Hohenlimburg oder Dröschede. Daher habe ich sie vor der Saison weiter oben erwartet“, ergänzt der TuS-Coach. „Das haben sie ja auch schon unter Beweis gestellt und Siege gegen Finnentrop, Menden und Hüsten eingefahren.“ Um gegen Rot-Weiß Hünsborn bestehen zu können, soll die Leistung vom 3:0-Sieg am vergangenen Sonnatg gegen Attendorn noch einmal abgerufen werden. „Wir müssen wieder hinten sehr sicher stehen, vor allem Stürmer Marius Uebach unter Kontrolle behalten und dann unser Spiel nach vorne sauber ausspielen“, fordert der Erndtebrücker Trainer.

„Ich sehe den Druck nach der 0:4-Niederlage in Werdohl eher auf Seiten der Hünsborner“, erklärt Müller. „Wir wollen den Abstand auf Hünsborn trotzdem zumindest wahren – dann wären wir durchaus zufrieden.“

Der Spielertrainer kehrt nach überstandener Grippe wieder zurück in den Kader, während hinter Ivan Markow noch ein Fragezeichen steht. Der langzeitverletzte Benedikt Schneider fällt weiterhin aus. „Ansonsten haben wir aber alle Spieler an Bord, was sehr erfreulich ist. In der Hinrunde hatten wir häufig nicht die Möglichkeit, auf fast alle Spieler zurückgreifen zu können“, zeigt sich Müller mit der personellen Situation zufrieden.
Schiedsrichter: Alessio Murrone

Quelle: http://www.fupa.net/berichte/-wenn-wir-verlieren-wird-es-wieder-richtig-eng-645559.html