Rot-Weiß Hünsborn – VFL Bad Berleburg 0:0

 
112 Tage ohne Pflichtspiel, Schnee und Eis auf den Rasenplätzen, kaum Trainingsmöglichkeiten und trotzdem gut aus Startlöchern gekommen. Vor dem Hintergrund des langen Winters und seinen Folgen dürfen RW Hünsborn und VfL Bad Berleburg mit dem 0:0 in der Weber-Haus- Arena und dem Auftakt in die Rest- Saison der Fußball-Landesliga zufrieden sein – auch, wenn die Wittgensteiner im Gegensatz zu den Rot-Weißen in der Zwischenzeit ein Punktspiel (2:1 in Hohenlimburg) austragen konnten. ,,Wir haben das gesehen, was wir erwarten konnten“, bilanzierte RWH-Trainer Andreas Waffenschmidt. Natürlich erwiesen sich die 90 Minuten für beide Mannschaften als ein Start mit Licht und Schatten, doch das, was die Kontrahenten in der ersten Halbzeit boten, konnte sich sehen lassen. RW Hünsborn wirkte feldüberlegen, war aber im gegnerischen Strafraum nicht entschlossen genug.VfL Bad Berleburg vertraute dagegen einer Ziehharmonika-Taktik. Heißt: Bei Ballverlust zogen sich alle Feldspieler in die eigene Hälfte zurück, bei Ballgewinn strömten viele nach vorne. Es war eine wirkungsvolle Marschroute. Hätten jedoch Henrik Blecker und Jonathan Knott in der vierten Minute eine RWH- Doppelchance verwertet, wäre Vieles möglich gewesen. Als Folge der Hünsborner Überlegenheit konnten sich die Gäste im ersten Durchgang nur eine Möglichkeit erspielten. Steven Lichy scheiterte mit einem 18-Meter- Schuss am Hünsborner Torwart Marcel Eichler. Auf der anderen Seite scheiterten Jan-Peter Stein (33.) und Steffen Hatzfeld (43.) am Berleburger Schlussmann Christian Badura, der sich als stärkster Spieler seiner Elf erwies. ,,In der ersten Halbzeit haben wir nicht genug gegengehalten“, meinte VfL-Trainer Martin Uvira: ,,Die zweite war dann ausgeglichen.“ Stimmt. Es war jene Phase, in der die 156 Zuschauer beiden Mannschaften anmerkten, dass ihnen Spielpraxis fehlt. Leichtsinnsfehler, Ungenauigkeiten und Missverständnisse häuften sich nun. ,,Wir haben noch Luft nach oben“, befand Uvira, während Waffenschmidt anmerkte: ,,Wir müssen den Ball viel öfter sauber ausspielen.“ Das war genau der Aspekt, der den Hünsbornern den Weg zum Sieg verbaute. Bis zur Strafraumgrenze wurde ansatzweise gut kombiniert, vor dem Tor fehlten dann die Ideen und die Durchschlagskraft. So blieben nach der Pause hochkarätige Chancen Mangelware. Die größte verzeichneten die Gäste nach 52 Minuten, als Tarek Benyagoub und Yannik Lückel wenige Meter vor dem Hünsborner Gehäuse knapp am Ball vorbeirutschten. Waffenschmidt hatte zweimal aus der Not heraus personelle Veränderungen vorgenommen. Für Dennis Ermin, der sich in der Anfangsphase den Knöchel verletzt hatte, brachte er nach zehn Minuten Julian Arns und in der Schlussphase Winter-Neuzugang David Kurz für Jonathan Knott. Zählbares sprang am Ende aber nicht heraus.”Wenn die Null steht, muss man auch mal mit einem 0:0 zufrieden sein“, meinte der Hünsborner Coach, der nebenbei anmerkte, dass der VfL Bad Berleburg auf dem siebten Tabellenplatz stehe und nicht zur Laufkundschaft zählen würde. Ähnlich urteilte sein Gegenüber. Uvira: ,,Unsere Wintervorbereitung war schwierig. Den Punkt nehmen wir gerne mit.“ Fest steht, dass beide Mannschaften auf das Resultat aufbauen können. RW Hünsborn dient es als Motivationsschub für das Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim Kreisrivalen SV 04 Attendorn, der VfL Bad Berleburg dürfte nach dem 2:1 in Hohenlimburg und dem 0:0 in Hünsborn am Sonntag (17.30 Uhr) mit großer Vorfreude Spitzenreiter RSV Meinerzhagen empfangen. ,,Wenn wir da ein Unentschieden erreichen würde, wäre das ein zusätzlicher Punkt“, blickte Uvira schon auf dem Platz in Hünsborn auf die nächste brisante Aufgabe.

Schiedsrichter: Timo Barth – Zuschauer: 80
Tore: –

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