RW Hünsborn 3 2 BC Eslohe
13.03.16 - 15:00

Spielbericht Siegener Zeitung von Werner Leemreize

Für Hünsborn zählten „heute nur die Punkte“

Diesmal zählten nur die Punkte. Nach der filigranen Fußarbeit, die zum 4:1 beim FC Wetter führte, arbeitete sich Fußball-Landesligist RW Hünsborn gestern zu einem 3:2 (2:1)-Heimerfolg über den BC Eslohe. „Heute freuen wir uns über einen schönen, dreckigen Sieg“, resümierte der Hünsborner Trainer Andreas Waffenschmidt: „Den nehmen wir gerne mit.“ Steffen Hatzfeld brachte die Hausherren nach zehn Minuten in Führung, Nils Feldmann glich aus (14.). Doch als Sebastian Braas seine Elf mit zwei Treffern 3:1 in Führung gebracht hatte, schien alles klar zu sein. Doch durch eigene Fehler der Hünsborner, die nun auch viele Zweikämpfe verloren, hielten sich die Esloher im Spiel und kamen durch Hendrik Flasshar sogar zum Anschlusstreffer (73.). „Nach dem 3:1 mussten wir den Sieg sicherer nach Hause bringen“, kritisierte Waffenschmidt, der am kommenden Sonntag mit seiner Mannschaft beim Tabellenvierten SV Hohenlimburg antreten muss.

Spielbericht Westfalenpost Olpe von Michael Meckel

„Mund abwischen und drei wichtige Punkte mitnehmen“

Mit einem 3:2-Arbeitssieg über den Drittletzten BC Eslohe zementierte Fußball-Landesligist RW Hünsborn seinen sechsten Tabellenplatz.

Dagegen dürften die Gäste aus Eslohe nach den Siegen von Erlinghausen und Werdohl und nun neun Punkten Rückstand auf das rettende Ufer kaum noch dem Abstieg in die Bezirksliga entrinnen können.

Trotz der fünf Tore war es kein Spiel, das die rund 180 Zuschauer in der „Kühlbox Löffelberg“ so richtig erwärmen konnte.

Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt brachte die 90 Minuten in der Weber-Haus-Arena passend auf einen Punkt: „Der Sieg fällt unter die Kategorie Mund abwischen und die drei Punkte mitnehmen.“

Enorme Effektivität vor dem Tor

Was aber vor allem in der ersten Halbzeit bei den Gastgebern wieder ins Auge stach, war die enorme Effektivität im Abschluss: Zwei Chancen, zwei Tore – besser geht es nicht.

Das 1:0 fiel bereits in der neunten Minute. Da tankte sich Thomas Alfes am rechten Flügel durch. Seine Hereingabe landete bei Marius Uebach, der den Ball klug auf den an der Strafraumgrenze lauernden Steffen Hatzfeld zurücklegte. Und der Kapitän jagte das Spielgerät aus 16 Metern zur 1:0-Führung ins Netz.

Doch der Jubel der Hünsborner dauerte nur fünf Minuten. Da stand plötzlich Nils Feldmann allein vor Tobias Wurm und erzielte das 1:1. In der 36. Minute ging Hünsborn wieder in Führung, Nachdem Eslohes Keeper Julian Bürger einen Schuss von Jens Schlemper nur nach vorne abklatschen konnte, stand Sebastian Braas goldrichtig und staubte zum 2:1 ab.

Freistoß sorgt für Spannung

Und als Sebastian Braas in der 59. Minute den Ball erneut im Kasten der Gäste zum 3:1 unterbringen konnte, schien alles gelaufen, denn danach hatte Hünsborn das Spiel eigentlich fest im Griff. Doch Pustekuchen: In der 72. Minute landete ein Freistoß von Hendrik Flasshar zum Entsetzen der Gastgeber zum 3:2-Anschlusstor im rechten unteren Eck.

Das Tor brachte wieder unerwartete Spannung, mit der am Löffelberg eigentlich niemand mehr ernsthaft gerechnet hatte. Drei Minuten später hatte der BC Eslohe nach einem erneuten Freistoß sogar die Chance zum 3:3. Der Ball tanzte durch den Hünsborner Strafraum, ehe er aus der Gefahrenzone befördert werden konnte.

In der letzten Viertelstunde hatte Hünsborn aber wieder alles unter Kontrolle und hätte durch Dennis Ermin (78.) und Sebastian Braas (81.) für die endgültige Entscheidung sorgen können. Aber das geschah nicht, und so blieb es beim knappen, aber letztlich verdienten 3:2-Sieg für Rot-Weiß Hünsborn.

Andreas Waffenschmidt atmete nach dem Spiel erstmal tief durch, bevor er einen Kommentar zum Spiel abgab. „Wir haben eigentlich sehr gut angefangen, aber wir haben Eslohe durch eigenw Fehler wieder ins Spiel zurück gebracht. Unter dem Strich geht unser Sieg aber in Ordnung, weil wir mehr für das Spiel getan haben. Man darf sich auch über so einen Sieg freuen“, lachte Andreas Waffenschmidt.

Er sei besonders darüber erfreut, dass das Punktekonto vor den schweren Spielen in Hohenlimburg und zuhause gegen Borussia Dröschede noch einmal mit drei Zählern aufgestockt werden konnte. „Jetzt können wir beruhigter nach Hohenlimburg fahren“, frohlockte Andreas Waffenschmidt.