RWH I – VSV Wenden 4:0

 

 
Damit hatte im Vorfeld wohl kaum jemand gerechnet: Der VSV Wenden hat das Landesliga-Derby bei Rot-Weiß Hünsborn deutlich und hochverdient mit 0:4 (0:2) verloren. Mehr als das Ergebnis, gab allerdings das Auftreten der Schönauer zu denken.Über 90 Minuten erspielte sich die Elf von Jörg Rokitte nur eine kleinere Chance, beim abgefälschten Schuss von Christian Runkel aus gut 20 Metern musste RWH-Keeper Marcel Eichler zwar nachfassen, hatte aber letztlich doch keine Probleme. Und zu diesem Zeitpunkt lief bereits die 78. Minute. Und das, obwohl der VSV noch dringend Punkte für den Klassenerhalt braucht. „Das war besonders in der ersten Halbzeit schon ziemlich erschreckend“, fand auch Rokitte klare Worte.

Ganz anders dagegen Rot-Weiß Hünsborn. Zwar kann die Mannschaft vom Löffelberg in dieser Saison weder nach oben, noch nach unten großartig noch etwas bewirken, dennoch war die Mannschaft von Andreas Waffenschmidt von Beginn an sowohl spielerisch, als auch kämpferisch besser in der Begegnung. So waren noch nicht einmal fünf Minuten gespielt, als Steffen Hatzfeld freistehend die große Chance auf die frühe Führung vergab. Wer jedoch gehofft hatte, dies sei für den VSV ein Weckruf, der sah sich getäuscht. Es spielten weiterhin fast ausschließlich die Hünsborner.

Nach einer knappen halben Stunde schlug es folgerichtig erstmals hinter Wendens Torhüter Jannik von der Heiden ein. Im Anschluss an einen Freistoß parierte er gegen den Kopfball von Kevin Becker erst stark, im Nachsetzen war Jan Prothmann allerdings erfolgreich. Als dann kurz vor der Pause auch noch Julius Arns den Ball im eigenen Strafraum vertendelte und RWH-Kapitän Hendrik Blecker sich mit einem trockenen Schuss ins lange Eck bedankte, spiegelte sich die Überlegenheit auch im Spielstand wider.
Nach dem Seitenwechsel fingen sich die Wendener ein wenig, was aber auch daran lag, dass Hünsborn nicht mehr so zwingend agierte. Allerdings schwächten sich die Gäste dann wieder selbst. Der eigentlich schon ausgewechselte und bereits verwarnte Muharrem Shabanaj lief unangemeldet zurück aufs Spielfeld, da Tim Mazzotta, der für ihn in die Partie kommen sollte, vom Linienrichter nochmal zurück auf die Bank geschickt wurde, um die andersfarbige Unterziehhose zu wechseln und der VSV so zu zehnt spielte. Als Mazzotta dann bereit war, lief Shabanaj zurück zur Bank und bekam dort von Schiedsrichter Timo Barth die Ampelkarte gezeigt (65.).

In Überzahl spielten die Hausherren die Partie herunter, jedoch ohne lange Zeit noch einmal richtig gefährlich zu werden. Erst zwei Minuten vor Schluss erhöhte Lukas Dettmer auf 3:0, in der Nachspielzeit legte Luca Künchen sogar noch das 4:0 nach.

Schiedsrichter: Timo Barth – Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Jan Prothmann (29.), 2:0 Henrik Blecker (44.), 3:0 Lukas Dettmer (88.), 4:0 Luca Künchen (90.)

 

Quelle: https://www.fupa.net/berichte/vfl-bad-berleburg-wenden-enttaeuscht-in-huensborn-2349169.html