RWH I – FC Wetter 5:2

Ein prima Klima blieb dem FC Wetter versagt. Bei kühlen Temperaturen und eisigem Wind verlor der Landesligist aus dem Hagener Vorort bei RW Hünsborn mit 2:5 (1:2). Die Rot-Weißen durften sich dagegen über den zehnten Saisonsieg freuen, der umso höher gewichtet werden muss, da er stark ersatzgeschwächt eingefahren wurde. Schöner Nebeneffekt: Durch den fünften Heimerfolg leistete der Club den Nachbarn aus Wenden und Olpe eine willkommene Schützenhilfe im Abstiegskampf, denn der FC Wetter bleibt auf dem 14. und damit vorletzten Tabellenplatz.

Was für ein Wellental der Gefühle die 124 Zuschauer erlebten, beschrieb Markus Döninghaus, Trainer des FC Wetter, aus seiner Sicht so: „Nach der ersten Halbzeit hätten wir 1:5 hinten liegen können, mussten aber anschließend das 3:2 erzielen.“ Stimmt! Oder wie analysierte noch Andreas Waffenschmidt, Coach der siegreichen Elf: „Eine überragende erste Halbzeit – zwei Tore, zwei Abseitstore und sechs Großchancen.“

Dass es aber nur bei den Treffern von Marius Uebach (16.) und Luca Künchen (23.) bei einem Gegentor von Samir Hammouda (27.) blieb, verdankten die in dieser Phase völlig überforderten Wetteraner ihrem glänzenden Torwart Stefan Kroon und den großzügigen Hausherren, die aussichtsreiche Möglichkeiten, die für drei Spiele gereicht hätten, ausließen. Aber: Die Leistung ist angesichts der Ausfälle von Hendrik Blecker, Kevin Becker, Steffen Freitag und Thomas Alfes nicht hoch genug anzusiedeln. Als Wackelkandidaten galten vor dem Anpfiff Steffen Hatzfeld, Jan Prothmann und Marius Uebach, die aber alle aufliefen.

Angesichts der Personalnot atmete Waffenschmidt nach den 90 Minuten tief durch: „Über allem steht, dass alle angeschlagenen Spieler durchgehalten haben und nichts passiert ist.“ Und die, die auf dem Platz agierten, verkauften sich selbst in diesen Phasen teuer, als es ganz eng wurde. Wie etwa nach dem 2:2-Ausgleich durch Joel Schikora (55.). Noch bitterer: Beide Gegentreffer erwiesen sich als Geschenke der Hausherren, die bei etwas mehr Konzentration und Entschlossenheit nicht sein mussten.

„Wir müssen unseren Jungs Einiges zugestehen“, warb Waffenschmidt um Verständnis für seine Talente, die bei der Integration in den Landesliga-Kader vor allem Geduld von allen benötigen. Es spricht jedoch für die Moral der Hünsborner, dass sie nur sechs Minuten später durch Michel Schuchert wieder in Führung gingen. „Damit war die Messe gelesen“, bekannte Döninghaus und fügte an: „Entscheidend war die Geschwindigkeit.“

Keine Frage: In Sachen Tempo verzeichneten die Gastgeber ein klares Plus. Wie etwa auf der rechten Seite mit Michel Schuchert, in der Mitte mit Daniel Jung und vorne mit Marius Uebach. Diesen Vorteil nutzte die Elf in den Schlussminuten zu den Toren von Marius Uebach (77.) und Michel Schuchert (83.) zum 5:2-Endstand. So bleibt dem FC Wetter nur die Hoffnung auf besseres Klima in Form von sportlichen Siegen.
Trainer Döninghaus jedenfalls trat die Heimreise mit einer wichtigen Erkenntnis an: „Positiv ist, dass wir nach dem 0:2-Rückstand nicht aufgegeben haben.“ Diese Moral braucht die Elf am kommenden Sonntag, um im Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück 2 bestehen zu können.

Schiedsrichter: Kevin-Lars Papiorek – Zuschauer: 124
Tore: 1:0 Marius Uebach (17.), 2:0 Luca Künchen (24.), 2:1 Samir Hammouda (28.), 2:2 Joel Schikora (52.), 3:2 Michel Schuchert (63.), 4:2 Marius Uebach (78.), 5:2 Michel Schuchert (84.)

Fotos (4): mk (2), pm, carlo

Quelle: https://www.fupa.net/berichte/vfl-bad-berleburg-huensborner-schuetzenhilfe-fuer-die-nachba-2330495.html