SpVg. Olpe – SV Rot-Weiß Hünsborn 1:3

 

 
Am 15. Spieltag hat es die SpVg Olpe auf eine Art und Weise erwischt, die erste Zweifel an einer hoffnungsvollen Zukunft aufkommen lassen. 1:3 im Kreisduell gegen RW Hünsborn – schlimmer als die erste Heimniederlage dürfte die Kreisstädter der Umstand treffen, dass der ehemalige Westfalenligist in der ersten Halbzeit einen totalen Systemausfall erlebte. Oder wie stellte Björn Schneider, der Sportliche Leiter, unmittelbar vor der Pressekonferenz fest: „Wir haben in den ersten 60 Minuten gar nicht mitgespielt.“ Stimmt!

Es war genau der Zeitraum, in dem die Hausherren in allen Mannschaftsteilen eklatante Schwächen, die sich zur schlechtesten Saisonleistung summierten, offenbarten. Da RW Hünsborn bis in die Haarspitzen motiviert war, mutig die Initiative ergriff und mit präzisem Kurzpassspiel überzeugte, kam, was kommen musste. 27. Minute: Eckstoß Steffen Hatzfeld, Kopfball Kevin Becker – 0:1. 28. Minute: Knallharter Flachschuss von Daniel Jung – 0:2. 43. Minute: Abstauber von Daniel Jung – 0:3. Die Partie war zur Pause gelaufen.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir dieses Auswärtsspiel eingefahren haben, denn vor dem Spiel hatte ich kein gutes Gefühl“, meinte RWH-Trainer Andreas Waffenschmidt und fügte an: ,,Von der ersten Halbzeit bin ich begeistert. Und das bin ich selten.“ Die Hochstimmung des Coaches hatte insbesondere einen Grund, denn vor dem Anpfiff ereilte ihn die Absage von Thomas Alfes, so dass Waffenschmidt fünf Akteure aufbot, die im letzten Jahr noch in der rot-weißen A-Jugend kickten.

Der Talentschuppen und seine Folgen… Das Derby am Kreuzberg machte deutlich, dass der Club aus dem Wendener Land mit seiner Förderung der Jugendarbeit goldrichtig liegt. Gegensätzlich ist die Lage bei den Olpern zu bewerten, die die Ausfälle der Langzeitverletzten Louis Zmitko, Alexander Santana und Christian Klur sowie das Fehlen von Kapitän Thomas Rath nicht kompensieren konnten. Aber: Die Elf steckte nie auf und lieferte den Gästen in den zweiten 45 Minuten eine Begegnung auf Augenhöhe.

Plötzlich erspielte sie Chancen und erzielte nach einem feinen Konter durch Kevin Krumm das Ehrentor (70.). „Wir sind nur phasenweise zu den Situationen gekommen, die wir geplant hatten“, erklärte der Olper Trainer Thomas Hütte und bemängelte die schnellen Ballverluste seiner Akteure.

Trotzdem wollte er ihnen keinen Vorwurf machen. Hütte: „Unsere Jungs haben alles gegeben. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken.“ Dass der totale Einbruch im ersten Durchgang als Ausrutscher gewertet werden kann, kann die Elf bereits am Samstag (14:30 Uhr) beweisen, wenn es zum Jahresausklang nach Erndtebrück geht.

Schiedsrichter: Dominic Tillmann (SC Zurstraße) – Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Kevin Becker (27.), 0:2 Daniel Jung (28.), 0:3 Daniel Jung (43.), 1:3 Kevin Krumm (70.)

Bericht: Fupa